Geniale Erfindung: Fernsprecher mit Münzeinwurf

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Die schnell wachsende Bedeutung des Telefons als Kommunikationsmittel auch für Privatpersonen führte schon frühzeitig zur Einrichtung „öffentlicher Fernsprechanstalten“, die in Post- und Telegraphenanstalten untergebracht waren. Allerdings war die Anzahl solcher Dienststellen beschränkt und die Gebührenerhebung erforderte einen großen Personalaufwand.

Abhilfe schaffte eine geniale Erfindung von Mix & Genest: der sogenannte selbstkassierende Fernsprechautomat.  Bereits 1891 wurde eine „Vorrichtung zur selbsttätigen Gebührenerhebung der Fernsprechstellen“ patentiert und 1899 waren schon 100 „Fernsprechautomaten“ in Berlin aufgestellt, die auf dieser Erfindung basierten und nach Einwurf des nötigen Kleingeldes Telefongespräche ermöglichten.

Wenn man bedenkt, dass 1881 ein Telefonanschluss ohne Gesprächsgebühren im Monat noch ungefähr so viel kostete wie ein gutbezahlter Facharbeiter in einem dreiviertel Jahr brutto verdiente, war der Münzfernsprecher für viele Menschen, die sich kein privates Telefon leisten konnten, eine gute Alternative.

In der Ausstellung zu sehen ist ein späterer Nachfahre: der erste Selbstwahl-Münzfernsprecher für Auslandsgespräche.