Das Telefon wird Alltagsgegenstand und komfortabler

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Hundert Jahre nach Erfindung des Telefons durch Philipp Reis gibt es 1961 weltweit 142 Millionen Telefonanschlüsse, über die Hälfte davon in den USA. Im Verlauf der 60er Jahre verlieren die USA den mehrheitlichen Anteil. 1962 wird in Deutschland das Fernwählsystem T 62 eingeführt.

Das Telefon wird zum Alltagsgegenstand. Die Gehäuse bestehen nicht mehr aus Bakelit, sondern aus Thermoplast, sind dadurch leichter und können mit oder ohne aufgelegtem Hörer getragen werden. Standard Elektrik Lorenz AG (SEL) bringt 1963 den Telefonapparat 61 mit Wählscheibe auf den Markt, der über Jahrzehnte als Standardgerät von der Deutschen Bundespost angeboten wird. Neben dem sachlichen grau gibt es dieses Telefon in verschiedenen anderen Farben – sehr beliebt das hier gezeigte „Farngrün“. 1972 sind alle bundesdeutschen Orte an den Selbstwählferndienst angeschlossen. 1977 hat die Wählscheibe ausgedient, denn das Tastentelefon wird eingeführt. Telefonieren wird erneut komfortabler: Namenstaster, ein elektronisches Telefonbuch, in das zahlreiche Nummern gespeichert werden können, und eine Flüssigkristallanzeige der gewählten Rufnummer zählen zu den neuen Bedienvorteilen.