Der Morseapparat: Informationsaustausch über kurz oder lang

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Der Morseapparat ist benannt nach dem US-amerikanischen Erfinder Samuel Finley Breese Morse, der ab 1837 den ersten brauchbaren Schreibtelegrafen entwickelte und gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Alfred Vail einen ersten Morsecode schrieb.

Die zu übertragenden Zeichen wurden durch eine vorgegebene Folge von Punkten (kurz), Strichen (lang) und Pausen definiert. Damit schuf Morse die praktischen Voraussetzungen für eine zuverlässige elektrische Telegrafie.

Carl Lorenz gründet 1880 offiziell als Alleingesellschafter die C. Lorenz Telegraphenbauanstalt in Berlin für die Fabrikation von Morsetelegrafen und liefert sie an Behörden.

In seiner Biografie, die um 1912 geschrieben wurde, heißt es: „Zu einem vollständigen Morse-Apparat-System gehören bei jeder Amtseinrichtung neben der Stromquelle die Taste als Geber und der Telegraphenapparat als Empfänger; außerdem sind noch verschiedene Hilfsapparate, wie das Galvanoskop zum Nachweis des Stromes, Blitzableiter zum Schutze für die Beamten und Leitungen, Ausschalter, Widerstände, Relais und andere Hilfsapparate erforderlich.“

Ein noch erhaltenes Exemplar des "L-O" von 1898 ist in der Ausstellung zu sehen und zeugt von den Anfängen der Telegrafie wie sie in der preußischen Post zum Einsatz kam.